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Hyperaktiv!: Kritik der Aufmerksamkeitsdefizitkultur

Christoph Türcke (Autor)

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Ich habe dieses teilweise auch literarisch interessant geschriebene Buch, — wo findet man sonst noch Sequenzen von Nur-Hauptsätzen? — an einem Tag durchgelesen und war angenehm überrascht darin Parallelen zu einem vollkommen unbekannten, längst vergriffenen Buch "Ursprung und Grenzen der Geisteswissenschaften und Naturwissenschaften" von Ernesto Grassi und Thure von Uexküll [1950] zu finden, - es ist auch literarisch eine Perle! - die sich evtl. nicht sofort an einem einzigen Zitat entdecken lassen, ich füge aber dennoch eines daraus ein:

Wie man an den polarisierten Rezensionen erkennen kann, wenn ein Philosoph in den eingeräumten Regalen der Naturwissenschafter wildert, von denen einige Exemplare selbst an den von Türcke geschilderten Sympthomen zu leiden scheinen, dann führt das zu einem Aufschrei. Es geht hier um ein gesellschaftsrelevantes Thema, also "wollen Wir noch eine Strecke Weges miteinander machen, bis auch Du vielleicht Mir den Rücken kehrst, weil Ich Dir ins Gesicht lache."

Wie wäre es mit "Die Verbindlichkeit frei gesetzter Intentionen: Entwürfe zu einer Philosophie über den Menschen" von Bernardo J. Gut [1990]?

und jetzt(! <-- Aufmerksamkeitsexklamationszeichen), weil es bei Türcke um die Begriffe von Vorstellung und Wahrnehmung geht, wollen wir in das 19te Jahrhundert zurückschauen. Was lesen wir da ganz bescheiden ausgedrückt?

und wenn wir damit ausgerüstet in die erste Hälfte des 20ten Jahrhunderts schauen

dann sieht man evtl. nicht sofort einen Zusammenhang mit demjenigen, was Türcke anging, als er sein Buch verfasste, aber ich freue mich dennoch, wenn Ihnen dieser kleine Ausflug gefallen hat, womit wir aber noch nicht am Ende wären.

Renatus Ziegler (ich höre schon Ihr Stöhnen, lieber Leser: schon wieder ein Unbekannter - Mathematicus, der morgens neun die Wurzel aus einem Placebo zieht ;)) warnt in "Intuition und Ich-Erfahrung. Erkenntnis und Freiheit zwischen Gegenwart und Ewigkeit", dass die Entfaltung des individuellen Weges blockiert werden könnte, z.B. durch Verhindern des selbständigen Denkens durch Ablenkung; durch Verleugnung der Existenz des Denkens, seiner Tragweite und immanente Begründbarkeit. - Inwieweit wurden diese Blockaden bereits realisiert? Durch wen?