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Wie erlangt man Erkenntnisse der höheren Welten?

Rudolf Steiner

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Das Buch ist oline verfübar in PDF und in doc Format.

Den Weg zu Rudolf Steiner beschrieb W.J. Stein als ein Sichaufschließen der Seele für den Geist.¹

Zitat R. Steiner aus wn.rsarchive.org/Lectures/MystLight/19191212p01.html (Übersetzung aus dem englischen von interesting-books-selector.com):

Um welche Freiheit es sich handelt und wie man sie erlangt indem man sein inneres, geistigen Leben fördert, erklärt Steiner in seinem Buch "Wie erlangt man Erkenntnisse der höheren Welten?"

Rezension © (2005) by interesting-books-selector.com

Es mag ein wenig enttäuschend sein, zu lernen, dass es ist auch nach Überschreitung der (1.ten) Schwelle nicht leicht ist, denn danach ist man voll verantwortlich für sein eigenes Tun; aber da beginnt die eigentliche Freiheit. Vorher ist man von höheren Wesen gelenkt, weil man Fühlen, Wollen und Denken garnicht unterschieden hat und somit seine Aktionen garnicht frei, d.h., eigen"bewusst" entscheiden konnte.

Wenn man dann die 2.te Schwelle überschreitet*, dann beginnt die eigentliche Arbeit - die Arbeit an der Menschheit. Denn man muss sie unterrichten, weil man ihr Leid, das vom triebgeblendeten Gedankennebel verursacht wird, nicht mit ansehen kann. Man kehrt dann als Eingeweihter (oder was wir als Gott oder Götterboten bezeichnen), wieder zurück auf die Erde, um den, an ihrer Verblendung Leidenden zu helfen. Dann lehrt man auch Raubtiere und Kriminelle, damit sie ihr Tun gewahr werden.**

Das Beste ist, so lernt man bei Steiner, die Träume ändern sich, wenn man das Tagesbewusstsein in den Traum hinüberrettet. Danach kann man durch Wollen die Träume beeinflussen. Das sprengte meine kühnsten Erwartungen.

Ich hatte in der Nacht, nachdem ich das Buch zünde gelesen hatte, einen ganzen Roman geträumt. Nur diesmal wusste ich mehr davon am Morgen. Ich belehrte im Traum eine Bekannte über die Steinersche Philosophie und konnte ihr sogar den Sinn der Trennung von "Fühlen, Wollen und Denken" erklären. Bemerkenswert ist, dass die Person dabei immer schöner, sympatischer und jünger wurde, bis wir ziemlich vertraut und eng auf einer Parkbank zusammensassen. Diese Träume sind mindestens so real wie das Tagesleben - genau wie ein Gedanke realer ist als die Dinge der Aussenwelt - wohl wegen der "Abschwächung der Realitätsfuntion", wie es Rousseau nannte.

¹) "Eine Hilfe zum Verständnis unserer Zeit", die Lebenserinnerungen von Walter Johannes Stein, siehe "Die Zusammenarbeit mit D.N. Dunlop"

*) Steiner nennt es nicht Buddhahood, aber es deckt sich mit der Lehre Buddhas, nur erklärt Steiner alles -ohne die in der buddistischen Literatur so beliebten Übertreibungen- in der uns vertrauten westlichen Denkweise.

**) Der tibetanische Yogi Shabkar (1781-1851) erreichte Buddhahood in einem einzigen Lebens. Buddhahood schneidet die ewige Wiederkehr ab. Hier könnte man einen Widerspruch mit der Lehre Steiners vermuten.


Hier einige von IBS sorgfältig ausgewählte Zitate:

"In den höheren Welten aber sind unsere Wünsche, Begierden und Neigungen von Wirkung für die Dinge."
-- p58 (in der Ausgabe Verlag Freies Geistesleben, 1961)

Zur Erhöhung der Erkenntnisfähigkeit:
"Zu den Eigenschaften, die zum Beispiel ebenso bekämpft werden müssen wie Zorn und Ärger, gehören Furchtsamkeit, Aberglaube und Vorurteilsucht, Eitelkeit und Ehrgeiz, Neugierde und unnötige Mitteilssucht, das Unterschiedmachen in bezug auf Menschen nach äusserlichen Rang-, Geschlechts-, Stammeskennzeichen und so weiter."
-- p67 ibid

"Und mit der Milde wird sich alsbald ein anderer Zug in der Seele ausbilden: das ruhige Achten auf alle Feinheiten des seelischen Lebens in der Umgebung bei völliger Schweigsamkeit der Seelenregungen."
-- p68 ibid

"Besonders günstig liegt die Sache bei dem, der seine Geheimschulung ganz in der grünen Pflanzenwelt oder zwischen sonnigen Bergen und dem lieben Weben der Einfalt vornehmen kann. ... Wessen Auge nicht jeden Frühling die Wälder Tag für Tag in ihrem Grün verfolgen kann, der sollte dafür seinem Herzen die erhabenen Lehren der Bhagavad-Gita, des Johannes-Evangeliums, des Thomas von Kempen und die Darstellungen der geisteswissenschaftlichen Ergebnisse zuführen."
-- 70 ibid

"Nichts fruchtet es, im Sinne [reformatorischer] Gedanken allgemeine Forderungen an die Menschheit zu stellen. Wie die Menschen sein sollen: darüber ist leicht ein Urteil gebildet; der Geheimschüler aber arbeitet in der Tiefe, nicht an der Oberfläche. Es wäre daher ganz unrichtig, wenn man die hier angedeutete Forderung der Geheimlehrer mit irgendeiner äusserlichen, etwa gar einer politischen Forderung in Verbindung brächte, mit der die Geistesschulung nichts zu tun haben kann. Politische Agitatoren 'wissen' in der Regel, was von anderen Leuten zu 'fordern' ist; von Forderungen an sich selbst ist bei ihnen weniger die Rede."
-- Zitat, p 74 ibid

"Eine sechste Bedingung ist die Entwicklung des Gefühls der Dankbarkeit gegenüber allem, was dem Menschen zukommt. Man muss wissen, dass das eigene Dasein ein Geschenk des ganzen Weltalls ist."
-- Zitat, p 76 ibid

"[Der Geheimschüler] soll sogar am Schlechten diejenigen Seiten suchen, durch die er es in Gutes wandeln kann."
-- Zitat, p 77 ibid

Auf dem Prüfungspfade zur höheren Erkenntnis befindet sich, wer folgende Eigenschaften nicht nur verstandesmässig begriffen, sondern zur inneren Gewohnheit gemacht hat:

  1. Fähigkeit, in Gedanken das Wahre von der Erscheinung zu scheiden, die Wahrheit von der blossen Meinung.
  2. Die richtige Schätzung des Wahren und Wirklichen gegenüber der Erscheinung.
  3. Gedankenkontrolle, Kontrolle der Handlungen, Beharrlichkeit, Duldsamkeit, Glaube [glauben - an was? Glaube ist bei Steiner seltenst thematisiert, genausowenig wie Beten und Opfern] und Gleichmut.
  4. Liebe zur inneren Freiheit.
-- p101 (gekürzt), ibid

"[Durch das Verlangen nach Befreiung] befreit sich der Mensch von allem, was nur mit den Fähigkeiten seiner persönlichen Natur zusammenhängt. Er hört auf, die Dinge von seinem Sonderstandpunkt aus zu betrachten. Die Grenzen seines engen Selbst, die ihn an diesen Standpunkt fesseln, verschwinden. Die Geheimnisse der geistigen Welt erhalten Zugang zu seinem Inneren. Dies ist die Befreiung."
-- p102, ibid

"Man nennt in der Geheimwissenschaft die wichtige Stufe, die in der Bewusstheit des Schlaflebens besteht, die Kontinuität (Ununterbrochenheit) des Bewusstseins." ... "Man lebt dann, wenn der Körper ruht, ebenso in einer Wirklichkeit, wie dies beim Wachen der Fall ist."
-- p124, ibid

"Die Seele lebt ohne Unterbrechung in den höheren Welten und ist innerhalb der letzteren tätig. Sie schöpft aus diesen höheren Welten heraus die Anregungen, durch welche sie immerwährend auf den physischen Leib wirkt. Nur bleibt für den Menschen dieses sein höheres Leben unbewusst. Der Geheimschüler aber bringt es zum Bewusstsein."
-- p126, ibid

"Aber was die Sinne wahrnehmen, ist nur ein Teil der Welt. Und im geistigen liegen die Wesenheiten, welche sich in den Tatsachen der sinnlichen Welt ausdrücken. Man sollte teilhaftig werden des Geistes, damit man seine Offenbarungen in die Sinneswelt hineintragen kann. Der Mensch gestaltet die Erde um, indem er ihr einpflanzt, was er von dem Geisterlande her erkundet. Darin liegt seine Aufgabe."
-- p127, ibid

"Bei der höheren Entwicklung des Menschen werden nun die Fäden, welche die drei Grundkräfte [der Seele, d.h.: Wollen, Fühlen, Denken] miteinander verbinden, unterbrochen."
-- p129, ibid Betreten der übersinnlichen Welt:
"Zwei Ausblicke eröffnen sich [dem Geheimschüler]. Der eine in die Vergangenheit, der andere in die Zukunft. In eine Vergangenheit schaut er, in welcher diese sinnliche Welt noch nicht war. Denn über das Vorurteil, dass die übersinnliche Welt sich aus der sinnlichen entwickelt hat, ist er längst hinweg. Er weiss, dass das Übersinnliche zuerst war, und dass sich alles Sinnliche aus diesem entwickelt habe. Er sieht, dass er selbst bevor er zum ersten Male in diese sinnliche Welt gekommen ist, einer übersinnlichen Welt angehört hat. Aber diese einstige übersinnliche Welt brauchte den Durchgang durch die sinnliche. Ihre Weiterentwicklung wäre ohne diesen Durchgang nicht möglich gewesen."
-- p145, ibid

"Damit ist das Verständnis gegeben für Krankheit und Tod in der sinnlichen Welt. Der Tod ist nämlich nichts anderes als der Ausdruck dafür, dass die einstige übersinnliche Welt an einem Punkte angekommen war, von dem aus sie durch sich selbst nicht weitergehen konnte. ... Aus den Resten einer absterbenden, in sich erstarrenden Welt erblühen die Keime einer neuen. Deshalb haben wir Sterben und Leben in der Welt."
-- p146, ibid

"Könnte ein Mensch mit vollem Bewusstsein in der Sterbestunde zu sich sprechen, so müsste er sich sagen: ... 'Aber das Feld des Sterblichen hat mir die Keime zum Unsterblichen gereift. Diese trage ich in eine andere Welt mit hinaus. Wenn es bloss auf das Vergangene ankäme, dann hätte ich überhaupt niemals geboren werden können. Das Leben des Vergangenen ist mit der Geburt abgeschlossen. Das Leben im Sinnlichen ist durch den neuen Lebenskeim dem allgemeinen Tode abgerungen. ...'"
-- p147, ibid.

Zitat aus dem Katalog des RUDOLF STEINER VERLAG:
"Noch immer gilt dieses Werk zu Recht als die grundlegende Schrift zum anthroposophischen Schulungsweg. Im Gegensatz zu Schulungswegen traditioneller Prägung wird hier ein dem modernen, naturwissenschaftlich geschulten Bewußtseinsstand gemäßer Schulungsweg dargestellt, mit den Bedingungen, die dafür von dem denkenden Bewußtsein gefordert werden.

Inhalt: Wie erlangt man Erkenntnisse der höheren Welten?
Bedingungen - Innere Ruhe / Die Stufen der Einweihung: Die Vorbereitung - Die Erleuchtung - Kontrolle der Gedanken und Gefühle / Die Einweihung / Praktische Gesichtspunkte / Die Bedingungen zur Geheimschulung / Über einige Wirkungen der Einweihung / Veränderungen im Traumleben des Geheimschülers / Die Erlangung der Kontinuität des Bewußtseins / Die Spaltung der Persönlichkeit während der Geistesschulung / Der Hüter der Schwelle / Leben und Tod. Der große Hüter der Schwelle"

Empfehlung: Nach obigem Buch lesen Sie dessen Fortsetzung "Die Stufen der höheren Erkenntnis".