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Wladimir Solowjew - Deutsche Gesamtausgabe der Werke : Erkenntnislehre, Ästhetik, Philosophie der Liebe: Band 7

Wladimir Solowjew (Autor), Wladimir Szylkarski (Übersetzer)

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Kurzbeschreibung
Wladimir Solowjew. In dieser Reihe gibt es acht Bände und ein Ergänzungsband in Buckramleinen, mit Goldprägung, Rückenschild und Schutzumschlag. Hrsg. und mit Anmerkungen versehen von Wladimir Szytkarski, Ludolf Müller und Wilhelm Lettenbauer. Wladimir Solowjew, Philosoph und Theologe, Dichter und Literaturkritiker, politischer und religiöser Schriftsteller und Publizist, war zu seinen Lebzeiten eine der bekanntesten Persönlichkeiten des russischen Geisteslebens. Er galt als unbequemer Kritiker des russischen Nationalismus, des Staatskirchentums und der sozialen Missstände in seiner Heimat. Mit der bolschewistischen Revolution von 1917 fand die Solowjew-Rezeption in Russland ein abruptes Ende. Erst die Perestrojka schuf dort die Voraussetzung für eine neuerliche Auseinandersetzung mit seinem Werk. Aufgrund ihres umfangreichen wissenschaftlichen Apparates (Einleitung, Nachwort, Register, Anmerkungen) ist diese Ausgabe — nach den beiden russischen Gesamtausgaben — die größte und umfassendste, die überhaupt erschienen ist.

Dieser Band enthält auch sein berühmtes Buch "Sinn der Geschlechtsliebe" (übersetzt von Wladimir Szylkarski). Siehe dazu das separate Review (zum selben Buch - mit dem Titel "Der Sinn der Liebe" - von einem anderen Übersetzer), ein Zitat aus daraus zur (allgemeinen) Gravitationskraft - erstaunlich, wo seine Philosophie der Liebe überall hinführt - und ein Zitat bzgl. Sinn und Zweck der [heterogenen] Ehe aus Die Rechtfertigung des Guten (Band 5).


Einige von interesting-books-selector.com ausgewählte Zitate:

Siehe auch:
Wladimir Sergejewitsch Solowjew / Solowjow / Solov'ev (1853 — 1900)

Auszug aus Wladimir Solowjew. "Theoretische Philosophie", Kap. XV - XIX

Wladimir Solowjew. "Die Rechtfertigung des Guten. Eine Moralphilosophie" - Dritter Teil - Das Gute im Laufe der Menschenheitsgeschichte. - X. Die Persönlichkeit und die Menschliche Gesellschaft

Wladimir Solowjew. "Vorlesungen über das Gottmenschentum" - Zweite Vorlesung

Vortragsserie vom Symposion über Vladimir Solov'ev, 11. — 14. September 2000 in Regensburg: "Vladimir Solov'ev als Wegbereiter ins Dritte Jahrtausend"

Dissertation von Dmitrij Belkin: "Die Rezeption V.S. Solov'evs in Deutschland", 2000. Hier drei Zitate aus Belkins Dissertation:


(Auszug aus meinen) Lesenotizen (meist verkuerzte zitate) aus V. Solowjew "Das Lebensdrama Platons":

VS weisst besonders hin auf zusammenhaenge, die oft in der literatur ueber platon uebersehen wurden, z.b.: der zusammenhang der dramen sokrates/platon und shakespears hamlet, - seinem hinweis auf den vergleich des abschiedsgespraeches Christi mit dem aposteln in den evangelien mit dem des sokrates' mit seinen schuelern (p315) muss ich noch folgen.

Schönheit der Natur

p119: das ästhetische der Natur muss zu realen Besserung der Wirklichkeit führen; siehe Tragödie nach Aristoteles (Reinigung); sittliche Wirkung auch bei Platon.

p120: künstlerische Schönheit (in Lyrik, Musik) ist Symbol der Hoffnung auf Besseres.

p121: faktischer Zusammenhang der Erscheinungen in abstrakten Formeln. verallgemeinert: = nur einfache Empirie(?). Wahre philosophische Theorie. Theorie dagegen begreift den /Sinn der Tatsachen/ (d.h. alle verwandten Wechselbeziehungen verbinden)

p121: eigentliches Wesen ist grösser und tiefer als die jeweils gegebene Erscheinung und somit Qulelle neuer Erscheinungen.

p198: Def. Kunstwerk (sowie p194)

p199: weibliche Ergänzung, Schaffen und Erbauen. Vollkommenheit nur Wechselwirkung Mann/Weib. Idealisierung.

p200: Grund der Qualen der verschmähten Liebe.

p271: der Sinn irgendeines Dinges: seine innere Verbindung mit der allgemein Wahrheit zu bestimmen (Buch "Sinn der [Geschlechts-]Liebe")

p280: Platon. jedes heidnische Leben hat Doppelnatur als Basis: heimatliche Götter und heimatliche Ordnung der Gesellschaft. <==> Wurzel in Heiligtum [siehe Max Stirner] des häuslichen Herdes + Kultur der Vorfahren. Stamm --> Stadt --> Stadgemeinde ==> Verschmelzung der Religionen mit {Politik und Polizei}; untrennbar.

p281: Relexionsloser Glaube (mit der Würde des Menschens unvereinbar) wird überwunden und man fragt sich, woher kommt diese Heiligkeit.

p281u: Religionen, die auf faktischen, blinden Glauben begründet sind, enden immer in diabolischer Blutgier oder mit vieherischer Schamlosigkeit.

p282: ohne Feuer und Ackerbau wäre (menschliche) Kultur nicht entstanden.

Obskurantes: Hass auf Philosophie. Diese war fuer Helenen so bedeutend wie Gesetz für die Juden. Finsternis/Heidentum --> Christuslicht.

p283: Anaxagoras: Gottheit erscheint als schöpferische Vernunft des Weltalls.

p292: der Glaube fordert einen kindlichen Intellekt. (Streit zwischen Bewahrer und Sophisten: beide gegen Sokrates; weil er sie entlarvt hat; er enthüllte ihre geistige Nacktheit)

p292m: auf das Gute muss die menschliche Gemeinschaft aufgebaut werden ==> erfordert das Suchen der Wahrheit; setzt folgerichtiges Arbeiten des Geistes (Verstand) voraus.

p294: 1. Bedingung der wahren Philosophie ist die geistige Armut; aber nicht stehenbleiben in Selbstzufriedenheit oder Überheblichkeit wie die Sophisten.

p295o: nötige Ergänzung, die Sokrates und den Evangelien fehlt: ich weiss nichts, aber = unmöglich und unnötig, etwas zu wissen; ein Trost der auf _nichts_ gegründet ist.

p295: aus Trauer --> geistiger Hunger

p296o: Sophisten: erkennen ihr Nichtwissen, daher suchen sie ihren Vorteil, Erfolg. Diese Forderungen schmeicheln ihrer geistigen Tätigkeit.

p296u: suche Wahrheit, dann ist sie bei dir. Du musst sie nur entschleiern.

p297o: wer Selbstzufriedenheit attakiert ist zuerst unbequem, dann unerträglich, dann Verbrecher ==> Todesstrafe; das ist das Schicksal Sokrates.

p297m: Sokrates und Verhältnis zur Religion: auch Volksfrömmigkeit zu vergössern ist ein Verbrechen. Verehrung nur dem Wesen nach, nicht auf Verabredung hin.

p298o: geschichtliche Wirklichkeit / poetische Erfindung (tragische Verwicklung in Shakespears Hamlet hat nur Sinn auf rein heidnischem Boden. Familienrache als sittliche Pflicht; unter stoischem, buddhistischem, Tolstojischem (und christlichem) Standpunkt bliebe nur Resignation!

p299o: d.h. es folgt keine Tragödie daraus, wenn jemand ohne Murren Schicksal (Unglück) trägt. Hamlet aber war Christ. Rache üben zu müssen war sein _blinder_ Glaube (Sippenordnung). statt Rache --> Pflicht seinen Feinden zu verzeihen --> Tragödie entfällt. Hamlet hätte Tatmensch sein müssen statt zu zaudern.

p300: siehe Charakter in Turgenjews "Hamlet und Don Quijote". Tragödie des individuellen Charakters vs. allgemeiner Notwendikeit

p301m: Orestes? Orestie gynäkokratisch / androkratisch = mütterlich / väterlich

p302o: ausserhalb Poesie: Sokrates: getötet wurde der Gerechte - überpersönliche - wegen Erfüllung seiner sittlichen Pflicht, durch feierliche, öffentliche Verurteilung. Athen vertrug nicht, dass gesellschaftliches Leben unvereinbar war mit persönlichem Gewissen.

p302u: Die Tragik liegt darin, dass in Athen gesellschaftliches Leben unvereinbar mit persönlichem Gewissen war. Der Wahrheit war der Tod beschieden. Das Leben und Wirklichkeit verfiel dem Bösen und der Lüge. Wie kann man leben, dort wo der Gerechte sterben muss?

p303o: Platos Sein oder nicht-Sein ist bedeutsamer als das des Hamlets.

p303u: Platon: soll Gerechtigkeit auf Erden sein oder nicht?

p303m: Sokrates: "Gehorchen muss ich Gott mehr als euch." Das Böse antwortet: Tod, weil das Leben der Gesellschaft mit der Wahrheit (göttlich und menschlich) unvereinbar.

p304m: Platon Pechvogel, obgleich(!) Misserfolge eines grossen Menschen unvergleichlich mehr geben als eine Menge der glänzenden Erfolge gewöhnlicher Menschen.

p304u: Süsse Gewohnheit (Platon und Sokrates starben zu jung, um bereits daran zu leiden.) das Dasein laesst Menschen vergessen und verlieren - nämlich weswegen es sich zu leben lohnt.

p305o: Sokrates als Lehrer: es ist immer ein guter Sinn des Daseins da! Dadurch wird (kleinmütiger; p 306o) Verzweiflungsakt wie Selbstmord ausgeschlossen.

p306m: Tod Sokrates hatte positiv schoepferischen Ausgang für Platon. Seine seele war erfüllt. Es konnten sich keine verzweifelten Entschlüsse einnisten ==> fruchtbare Tätigkeit.

p307o: Platonischer Idealismus erwuchs aus tiefer seelischer Erfahrung: es gibt eine andere Welt, in der /die Wahrheit lebt/, die von der Trugwelt der sinnlichen Erscheinungen verschieden ist. (Platons Idealismus)

p307u: ethischer Gegensatz zwischen dem was sein soll und dem was tatsächlich ist.

p308o: kein Platz für Wahrheit und Gerechtigkeit auf dieser Welt, die prinzipell bestehende Ordnung wiederspricht dem Guten, ist ihrem Wesen nach schlecht.

p308m: demnach kann der Mensch, der nicht materiell (Erfolge, Genuss) ist, der das wahre Gute und die Tugend sucht, unmöglich an diesem Leben praktisch-tätigen Anteil nehmen.

p308u: Sokrates hatte Philosophie vom Himmel auf die Erde geholt, hat sich losgesagt von gesellschaftlichen Angelegenheiten, hat östliches Mönchstum vorweggenommen.

p305o [absichtliche Seitenfolgeänderung]: warum kleinmütiger Verzweiflungsakt wie Selbstmord ausgeschlossen ist.

Aus dem 'geplanten' sozialen Abstieg wurde Platon von Eros herausgerissen.

p308u: Leib ist Grab für Geist. Gesellschaft ist Grab fuer Weisheit und Wahrheit.

p311m: Wendepunkt --> Platon widmet sich der Liebe: Phaidron und das Gastmahl.

p312o: drei Arten der Liebe bei den alten Griechen: m/f, f/f, m/m. Die bunte Aphrodite, asiatisch verderbt. [Zusammenhang??]

p313o: Der Dünger wird nicht dadurch edel dass die Gewächse, denen er dient, edel sind (riechen).

p313/314: [ein literarischer Satz: Dunkel/Licht, Mutter/Vater, Unterwerfung/Höheres und direkt danach noch einer: (?)erotischer Schlamm, reine Blume seiner erotischen Theorie, emporspriesen(?)]

p314: weiser und gerechter Mensch: sein schauender Geist ist ausschliesslich der jenseitigen Welt zugewandt; er lebt nur im Kosmos der Ideen.

p314u: im leiblichen und praktischen Leben gibt es nichts Echtes und Würdiges; es verharrt in seiner Idealität hinter den Grenzen dieser unserer Welt; es ist "transzendent". Es gibt keine Brücke: der Dualismus hebt auch die Einheit des Menschen auf.

p315m: Phaidon: Abschiedsgespräch mit Christ und den Aposteln vergleichen.

p315u: Platons Anschauung lässt kein positives Band zwischen beiden Welten zu.

p316o: griechisch (ursprünglich) Demon = heroisches Wesen EROS. [H]eros ist bei VS (im Gegensatz zu Wilfried Jaensch) kein Gott sondern ein Daemon, die mittlere Kraft, der Mittler, Erbauer der Brücke, Pontifex (Rom / Stärke; Amor / Liebe).

EROS' Aufgabe = Brücke zu schlagen zwischen Himmel und Erde und Unterwelt.

Eros ist mittlere Kraft.

p316u: Kraft der Liebe --> Umwandlung / Kraft der Unendlichkeit. Sinnliche Liebe zieht Dämon nach unten mit.

der Verliebte fühlt in sich eine neue Kraft der Unendlichkeit. p317m: Binde nun die Augen, damit er Arbeit leiste als dienendes Werkzeug für sinnlose Unermesslichkeit der menschlichen Gelüste.

p317m: dagegen vernünftige Seele: schöpferische, unendliche, zeugende Kraft.

p318o: im Nicht-seienden zu zeugen ziemt sich nicht fuer den beflügelten und sehenden Halbgott, wenn er frei ist, frei von der Knechtschaft der niederen, physischen Seele, die ihm (dem Menschen?) Fluegel und Sehkraft nimmt. Es bleibt ihm nur ein Ort, wo zwei Welten aneinandergrenzen und sich berühren, und den nennen wir /Schönheit/. das eigentliche Werk des Eros ist in der /Schönheit zu zeugen/. Kunst ist zweitrangige Offenbarung des EROS.

p318u: höhere Bedeutung der Zeugung beim Menschen verglichen mit Tieren; seiner wahren Würde entsprechend.

p319o: Eros ist das positive Band zwischen dem Göttlichen und dem Sterblichen. Der Mensch soll sterbliche Natur unsterblich machen. Höhere Seele des Menschen (=Vernunft) ist nach Platon unsterblich.

p319u: Aufgabe des Eros: nicht nur intelligible Ideen sind Eros' Gegenstand sondern das volle leibliche Leben; tierischer EROS: Erzeugung der sterbenden Leiber.

p320o: höherer Eros: die dem materiellen Prozess entzogenen Leiber zur Wiedergeburt und Auferstehung des Lebens für die Ewigkeit zu führen.

p320m: Liebe als erotischer Pathos ist unbedingte Liebe zu einem Körperlichen, - aber zu welchem Zweck? Zweck kann nur sein: dem Leben Schönheit, Unsterblichkeit, Unvergesslichkeit zu verleihen. Aber Platon schweigt darüber; seine Theorie der Liebe ist eine wunderschöne, taube Blüte ohne Frucht.

p321m: Triumph der Vernunft besteht im reinen Schauen der Wahrheit. Der Triumph der Liebe in der vollen Auferweckung des Lebens.

p322-327: Die Unterscheidung der fünf Hauptwege des Eros, wenn dieser im Menschen "Wohnung nimmt" und "die Frage danach, wessen Ebenbild der Mensch annehmen und behalten wird", die beantwortet werden muss:

  1. Weg der Hölle (absichtlich nicht weiter ausgeführt)
  2. Triebe; Mensch wird dem Tier ähnlich; es ist naiv anzunehmen, dass das Vorhandensein der Triebe allein schon hinreichender Grund für deren Befriedigung ist.
  3. Der Mensch setze den tierischen Trieben vernünftiges Mass, um Menschengeschlecht zu erhalten; Voraussetzung dazu ist die EHE (monogam und heterosexuell).
  4. Erhöhung (übergesetzlich) --> Asketismus (geschlechtlich oder Ehelosigkeit) Ziel ist Neutralisierung der Triebe durch Enthaltsamkeit. Mönchtum hält sich für engelhaften Stand. Aufgabe der Engel den göttlichen Dienst am Menschen zu erfüllen. Asketismus hat reinigende Aufgabe, bietet aber nicht die geforderte Fülle der Kräfte für das lebendige Schaffen.
  5. Aufgezeigt werden nur Anfang und Ziel dieses Weges. Es gibt Mann und Frau als von Gott geschaffen. Es braucht positive Vereinigung des männlichen und des weiblichen Prinzipes, eine wahre Androgynie (geistige Leiblichkeit) ohne äussere Vermischung der Formen. Gott kann den Menschen ohne dessen Mitwirkung nicht umwandeln bzw. wiederherstellen. Die vollkommene Vereinigung von männlich-weiblich/geistig-leiblich ist gottmenschlicher Prozess, d.h. es geht nicht aus eigener Kraft. Dies ist in Platons Gastmahl/Phaidros in verschwommener Gestalt enthalten, es blieb ihm aber das Ende dieses Weges = Auferweckung der toten Natur für das ewige Leben verborgen.

p329: Dreiteiluing der Gesellschaft bei Platon. psychologische (Denken / Fühlen / Wollen [Rudolf Steiner, sowie Jose Ortega y Gasset]; Vernunft / Begehren / Affekt [Platon]) - ethnische - politische.

p330o: Frauen aufgrund von ordnungsloser Vermischung: auch Kriegsdienst! Dagegen und gegen Sklaverei und Krieg schrieb Platon seine Politeia.

p330m: Platon geht nach Süditalien zu den Pythagoräern. Timaios, Weltseele = Eros

p331: Änderung der Gesellschaft nach Platon nur durch Einfluss der Weisen auf Tyrannen möglich. Dionysios. Er verkaufte Platon in die Sklaverei.

p331u: Platon sah die einfache und gute Wahrheit nicht, dass der Mensch kein rechtloses Zubehör eines anderen Menschen sein kann.

p332: Minos der Weise; Platon schrieb (beachtenswertes) Gesetzbuch = Absage an Sokrates x Katastrope x Tragödie, die tiefste der menschlichen Geschichte.

p334: um weiter als Sokrates zu gehen, muss man die Kraft der Auferstehung zum ewigen Leben haben; durch Intellekt und Genius alleine und sittlichem Willen kann keiner /Übermensch/ werden.

p372o: subjektives Unbefriedigtsein hat grosse Bedeutung --> Anstoss für das Bewusstsein und das Denken sein. Wer zufrieden ist, der geht nicht weiter.

p371: Vom eigenen Zahnschmerz kann man nicht auf Untauglichkeit der Weltschöpfung schliessen.

p372m: nicht stehenbleiben bei Unzufriedenheit, denn sonst tritt /Befriedigung über Unbefriedigtsein/ ein. (Skeptiker und Pessimisten neigen dazu.)

p372: Widersprüche, die das Denken festzustellen scheint, müssen auch vom Denken gelöst werden.

p373: Bedeutung der Schönheit: wird reduziert auf: ist entgültiger Ausdruck der höchsten Vollkommenheit (oder ...) in bestimmten sinnlich wahrnehmbaren Formen möglich oder nicht?

p374m: Wahre Quelle der Schönheit ist urtümliche Welt der ewigen Ideen und Urbilder; äussere Welt ist Wiederspiegelung jener ewigen Schönheit, deren Bild in der Seele des begnadeten Künstlers lebt.

p374m: wahre Künstler ist in seinem Schaffen nicht frei, ist Gottheit teilhaftig, ist einsam in der Menge /und/ in der Einöde, wo er alles ist, umringt von seinen Gesichten. Er schenkt allen Überfluss seines inneren Lebens, ohne Gegengabe zu verlangen ...

p375m: Triumph des ewigen Lebens - das ist der entgültige Sinn des Weltalls.

p376o: Sattheit (materielle Güter) ist für Menschen möglich. damit vorlieb zu nhehmen, wie die Tiere, aber dem Menschen unwürdig.

P376o: dem Menschen fertige Wahrheit von aussen mitzuteilen, ohne Zutun seines eigenen Denkens und Erfahrung, hiesse ihm die innere Würde zu entreisen.

p376m: Wenn fertige Wahrheit von aussen zuführbar wäre, gäbe es zwischen glücklichen Menschen und sattem Tier keinen Unterschied.

p376u: Freiheit der Selbstbestimmung ist notwendige Voraussetzung für seine unbedingte Bedeutung [vor Gott!]. Vollkommenheit wird erreicht durch freie Tat. Prozess der Vollkommenheit macht /Sinn/ des menschlichen Lebens aus.

p377o: allgemeiner Fortschritt des Ganzen fördern, indem er es bewusst zum Gegenstand seiner Tätigkeit macht.

p377o: Voraussetzung für Selbst(verwirklichung) ist die geschlechtliche [heterogene] Liebe, welche die menschliche Individualität ergänzt. [ohne erkennbaren Zusammenhang hier ausgeführt] - bzw. Anstoss zur Teilnahme wäre Patriotismus, Solidarität mit bestehendem kollektiven Ganzen. Vergeistigung /dieser/ Grundtatsachen ist nötig

p377u: Liebe ist konzentrierter Ausdruck für universellen Zusammenhang - muss allein, ewig und unzertrennlich sein.

p380o: Mystisches, Übernatürliches tritt nicht plump oder wie ein Erdbeben auf, sondern sacht, unhörbar, in unfassbaren Umrissen. Deswegen soll Phantastisches (Goethe, Shakespear, Hoffman(?)) auch nicht schockieren. Daher keine klaren Bilder; man soll Erklärung nur erahnen.

p384o: Begriff --> bestimmt Gegenstände geistiger Ordnung. Begriff lebensbedeutend neben ihren realen Eigenschaften. /Schicksal/ bestimmt Gang und Ausgang unseres Lebens. Es hängt nicht alleine von uns ab. /Notwendigkeit/

p384m: dem Schicksal ist von aussen nicht beizukommen, wohl aber von /innen her/ durch tätige persönliche Mitwirkung. Vernunft und Wille sind innere /verzögernde/ Faktoren. Schicksal wirkt nur in unserem Leben indem Vernunft und Wille sich so oder so verhält; /Notwendigkeit/ unseres persönlichen Verhaltens. [?]Unser Begriff vom Schicksal ist ein, der Bedingungen /seines Wirkens/ durch uns[?]

p385: Schicksal - gleichgültig, feindselig, böser Geist (religiöses System), sinnlos (Schopenhauer)

p386m: tödliche Kränkung (Schicksalseindruck), z.B.: Tod eines Künstlers in der Mitte seiner Blütezeit bei Puschkin (Suizid?), denn ein grosses Genie sollte nicht Spielzeug fremder Einwirkungen [Schicksal?] sein. [???] Hauptfehler ist, dass /Genies/ als /Wunder der Natur/ angesehen werden!

p387: starke Sinnlichkeit = /Verwandlung/ von niederen Energien der sinnlichen Seele.

p389m: Vom Ideal des Lebens - Widerspruch Glaube, philosophische Spekulation und schöpferischen Inspiration

Gegen Misanthrophie & Skeptizismus spricht: wenn üble Wirklichkeit die einzig wahre wäre, wie kann man dann davon /bedrückt werden?/ (Ein Fisch im Wasser spürt keinen Druck.) Wenn jemand darunter leidet, dann bezeugt er schon echte Kraft des in ihm lebenden Ideals - das ist der Beginn einer neuen, besseren Wirklichkeit.

p389u: DonQuijotentum - Widerspruch zwischen Ideal und schlechter Wirklichkeit) - ist unhaltbar, denn es hiesse so besessen zu sein, dass man entweder Widersprüche 'aufrichtig' nicht sieht oder für Phantom hält.

p390: praktischer Idealismus: in dem was ist, die echten Keime dessen, was sein soll, bemerken. - ... unterstützen und dadurch die Wirklichkeit dem Ideal annähern; anwendbar fuer öffentliche und private Beziehungen.

p391: Aristoteles: ..., dass "die Dichter auch zuviel lügen."

p392o: 1. Stufe engelhaften Wesens ist Gehorsam (den Wesen gegenüber?). Höhe des Lebens (auf Erden) nur dann erreichen, wenn man gleichmütig sowohl gegen Lob wie gegen Kränkung wird.

p392u: Muss die (notwendige) Einsamkeit der Genies zu Weltverachtung und Abwendung führen? # Auch die Sonne ist alleine am Himmel, aber sie lebt in allen, was sie /belebt/. Niemand erblickt in ihr hochmütige Absonderung.

396m: Wiedersprüche (Widerstand, p403m)

p396u: Schönheit steht in harmonischer Wechselbeziehung zur Wahrheit und zum Guten als deren wahrnehmbare Erscheinung.

p400m: Die Freiheit des Schaffens beim Dichter entspricht nicht der "Freiheit des Willens". Vorbedingung: reine Potenzialität von Verstand und Willen.

p400m/u: Wie geschieht dichterische Inspiration?

p403o: Was macht einen Propheten aus? Verkünden, was Gott im gegebenen geschichtlichen Augenblick verlangt - und was passiert bei Widerstand.

p403u: Drei Gedankenströmungen: 1) ökonomisch Materialismus (Klar Marx), 2) negativer Moralismus (Tolstoj), 3) Nietzscheanertum.

ad 1) Mensch wird nichtiges Rad.
ad 2) Mensch wird Werkzeug (für negativ sittliche Regeln: nicht (rauchen, trinken, heiraten), kein Militärdienst
ad 3) wirkliche sittliche Freiheit [??] des Weges zur wahren menschlichen Bestimmung ist logisch möglich.

p404m: Übermensch <-- übervernünftig, überlogisch ...

p406m: Wirklichkeit ..., /das, was er selbst tut/ --> ?

p407o: Unzufriedenheit betrifft, was den eigenen Körper angeht, nicht seine innere oder äussere /Form/, sondern nur das /Funktionieren/. z.B. Sehschwäche

p408o: Egoist und Altruist: beide können sich nicht mit eigenem und Tod anderer versöhnen, können das sichtbare Schlussergebnis (Tod) innerlich nicht als endgültig annehmen.

p408u: Tod unausweichlich? Übermensch wäre dann Überwinder. /Es gibt den übermenschlichen Weg/

p409u: Besonderheit der Genies Lermontovs; sein Nachfolger: Nietzsche

p413u: das Schicksal oder die höchste Vernunft setzten das Dilema: Wenn du eine übermenschliche Berufung als die deine ansiehst... entweder stelle dich wirklich höher als andere oder sei bescheiden. Wer sich nicht zu erheben und nicht demütig werden vermag - der verurteilt sich selbst zu unvermeidlichem Untergang.

p414u: Stolz ist Grundübel. Macht jegliche Vervollkommnung unmöglich, weil man sich ja als jemanden ansieht, der nichts nötig hat. Demut ist Grundtugend.

p415o: Genialität verpflichet, Übermensch zu werden.

p415u: Lermontov hatte in seiner Seele von Kindheit an einen hausenden Dämon.

p416o: Statt ehemaligem Gekränktsein, dieser Vorsehung wegen, entwickelt Lermontov eine neue, schlaue Form: Held seines Romans "Der Dämon" ist idealisierter Dämon, /nicht/ Geist des Bösen. (Bibel und vernünftige Logik sind identisch.)

p416o: ... ein Edelgewordener - im Roman

p416u: Dämon, hingewiesen von Menschenstochters Schönheit, was fuer Göttersöhne dem Sündenfall gleich kommt. Für Dämonismus dagegen Beginn der Wiedergeburt. Engel beschützt Unschuld Tamaros und Eifersucht und Dämon tötet sie. Und statt ihre Seele in Besitzt zu nehmen - er wollte es nicht, aber das wurde nicht zugelassen [von wem?]

p417o: - und im Bewusstsein seines vollen Rechtes, wird er zu wirklichem Dämon. Fatalismus an sich ist kein Übel --> wenn man sich einbildet, das Schicksal zwingt einen Gut zu tun.

p418o: Lermontov hat die göttlichen Anlagen umsonst empfangen; mit Last der Nichterfüllung seiner Pflicht, sie zu entwickeln, ist er hinwegegangen.

p418u: Lermontov hat irrige Gedanken und Gefühle in die Schönheit der Form gekleidet. ==> Gefahr des in die Irre führens. Hier warnt VS vor Lermontov; er sieht es als seine Pflicht [an?]; auch im Hinblick auf den verstorbenen L. selbst.


p423m: Geburt und zwei weitere Lebensbrüche sind zu vollziehen; insgesamt drei innere Katastrophen

p423u: Bruch mit stärkster Bindung, die nur zur ...Geschlechtsliebe hinzieht, wenn es scheint, dass Wahrheit und Heil des Lebens, sich uns in einer Frau verkörpert.
...von Schatten umsponnen, lichte Augen, kindhaft versonnen...
Die Unwahrheit liegt darin, dass /Vorgefühl/ für die ERFÜLLUNG gehalten wird. Statt Aufgabe, wird fertiges, geschenktes Wohlgefühl hingenommen.

p424o: Damit kein leerer Trug, muss man mit elementaren Leidenschaften brechen und begreifen, dass persönliches Glück* nicht von der Zufälligkeit abhängen [d.h. von der zufälligen Begegnung mit einer bestimmten Frau?], sonst endet es wie Goethes Werther.
*) der Zufall: wen wird die Auserwählte vorziehen? Es gibt ja immer Mitbewerber. Man muss begreifen ..., sich vor jeder Zufälligkeit zu befreien. [aber wie steht es mit der Synchronizität? vergleiche Kalr Ballmer]


p427: Mickiewjcz: [dem?] Bild des erwählten Weibes sollte man ganzes Glück geben. Zusammenbruch des Traumes ==> Aufblühen seiner Dichtung. Persönliches Glück muss nicht Anfang sondern Ende des Lebensweges sein.
Zweite Erwählte = Vaterland
Dritte Erwählte = Kirche

p430: faules Vertrauen / fauler Unglaube --> deren Todfeind ist Mystizismus.

p430m: Mickiewicz Bruch mit der Kirche; Bruch mit dem Vaterland.


Anhang(?)

p434u: VS: war die (PdL?) von Böhmes Lehre (von) der himmlischen Jungfrau Sophia beinflusst?

p435o: "Lebensdrama Platons" = unschätzbarer Beitrag zu (S/PdL?)


p.s.: Das folgende ist mal wieder schlecht einem bestimmten Buch zuzuordnen, aber weil es sich vornehmlich auf Solowjews (VS) "Das Lebensdrama Platons" bezieht, 'dumpe' ich es hier - nach dem Moody Blues motto "Letters I've written, never meaning to send:"

Sokrates' Schicksal ist weithin gelaeufig (der Tod des Gerechten): wer Selbstzufriedenheit attakiert ist zuerst unbequem, dann unerträglich, dann ein Verbrecher, dem die Todesstrafe gebuehrt. (VS)

Dass ein traditioneller Christ den Äusserungen KBs nicht zustimmen kann, das wundert nicht; das war KB bewusst. Hier der Kern seiner Erklärung:

Das ist jetzt nicht etwas, dem man aufgrund dieses Auszuges zustimmen könnte oder nicht. Es lenkt jedoch die Aufmerksamkeit auf "bisher unverständliche Mythologie".

Kommen wir zu Sokrates zurueck: entweder man gibt sich dem blinden Glauben oder dem Verstand hin. Der Glaube fordert einen kindlichen Intellekt. Dem Verstand aber wird alles Unverstaendliche zur Frage. (s.a. RBs glaenzender Aufsatz zum Wesen der Frage. wollen Sie den link? nope! lautet die Antwort auf diese Frage heutzutage oft. ich bin superpuissant! (RB: "das wird jetzt häufiger: Diese "Überintelligenz" ... Therapie? Keine Ahnung.") - ich brauche nichts zu lesen. dieses Verhalten ist aber nicht neu, das glaubte auch schon z.b. Richard Feynman. Als Genie stand er über aller Philosophie - solange bis es ihn das Schicksal kalt erwischte.
Ansonsten, - war es Walter Abendroth, der das schrieb? - hat die heutige Generation [sein Buch wurde 1982 veröffentlicht] gerade noch soviel Intelligenz um den Geist zu verneinen. ;) )

Dass KB die Theologie verdammt heisst nicht, dass er gottlos ist. Seine Ausdrucksform ist nicht gerade rücksichtsvoll. Aber hatte er eine andere Wahl?

Reflexionslosigkeit fuehrt Leute, die selber verfinstert sind, dazu auch andere zu verfinstern. Das fuehrte die Theologie in den Bankerott, deswegen muss der Theismus ueberwunden werden. "Das Wort 'Gott ist tot' (Nietzsche, Zarathustra) - bedeutet: Die übersinnliche Welt ist ohne wirkende Kraft. Sie spendet kein Leben. Die Metaphysik, d.h. für Nietzsche die abendländische Philosophie als Platonismus verstanden, ist zu Ende." (Heidegger)

Um diese Zusammenhaenge zu verstehen, muss sich jeder selbst dazu durchbeissen.

Dies setzt ein glühendes Verlangen voraus den Obscurantismus, d.h. den Hass auf die Philosophie, zu ueberwinden.